Kompaktkamera Kaufberatung – darauf ist beim Kauf zu achten

Der Markt der digitalen Kompaktkameras ist enorm groß und vielseitig. Das macht die Auswahl für Kunden nicht leichter, zumal es für jeden Anspruch den passenden Kameratypen. Doch welche Kompaktkamera passt zu mir? Wir geben Ihnen einen Überblick und bringen Ihnen zudem die wichtigsten Aspekte näher, die Sie beim Kauf einer Kompaktkamera beachten sollten.

Kompaktkamera: Verschiedene Typen und ihre Stärken

Bevor Sie eine Kompaktkamera kaufen, gilt es im Vorfeld festzulegen, für welchen hauptsächlichen Einsatzzweck die Kamera verwendet werden soll. Schließlich gibt es auch von den kompakten Fotoapparaten verschiedene Kameratypen, die wir Ihnen im Folgenden inklusive ihrer spezifischen Stärken und Eigenschaften kurz vorstellen.

  • Kompaktkamera für Einsteiger:
  • Die Einsteigermodelle versprechen unbeschwerten Fotospaß für den kleinen Geldbeutel und bieten dabei viel Bildqualität (10 bis 16 Megapixel). Motiv- und Effektprogramme sind genauso mit an Bord wie ein intelligenter Automatik-Modus, Gesichtserkennung oder HD-Video-Funktion. Allen voran Kinder und Jugendliche sowie Fotoneulinge sind mit dieser Kompaktkamera gut bedient.

  • Outdoor Kameras:
  • Diese Art von Kompaktkameras ist hart im Nehmen und dank der robusten Bauweise perfekt für Sport und Action geeignet. Die Modelle sind bis zu einigen Metern wasserdicht und überstehen auch schon Mal Stürze. Somit sind diese „toughen“ Kompaktkameras der ideale Begleiter für den Strand oder diverse sportliche Aktivitäten wie Skifahren, Wandern, Klettern, Schnorcheln usw.

  • Superzoom- und Bridgekameras:
  • Das Allroundtalent überzeugt mit einem überdurchschnittlichen Brennwertbereich des integrierten Objektives. Meist gehören auch ein elektronischer Sucher sowie ein optischer Bildstabilisator zum Standard. Diese Kompaktkameras sind ideal für die Sport- und Tierfotografie, für Reisefotografen oder aber auch für Aufnahmen von schnell variierenden Motivweiten.

  • Edelkompakte:
  • Wer eine kompakte Alternative zur Spiegelreflex- oder Systemkamera sucht, ist bei einer Edelkompakten gut aufgehoben. Die Modelle werden Ansprüchen ambitionierter Fotografen gerecht, wobei sie sich besonders für kreative Bildgestaltung oder auch Portrait- oder Street-Fotografie eignen.

  • Designkamera:
  • Nehmen in der Gruppe der Kompaktkameras eine Sonderstellung ein. Beschränken sich auf das Wesentliche, wobei viel Wert auf das Design der Kameras gelegt wird. Somit sind die Designkameras, die bequem Platz in jeder Hosen- oder Handtasche finden, das perfekte Lifestyle-Accessoire.

Ausstattung: Was ist bei einer Kompaktkamera wichtig?

Bei der Auswahl Ihrer neuen Kompaktkamera gilt es auf einige Aspekte zu achten. In unserer Kaufberatung erläutern wir Ihnen im Folgenden die wesentlichen Kriterien, die Sie vor Kauf beachten sollten.

  • Größe:
  • Schon der Name Kompaktkameras verdeutlicht, dass die Größe eine wichtige Rolle spielt. Schließlich sollte diese eine kompakte Bauweise haben. Wie der Kompaktkamera Test zeigt, sind die meisten Modelle nicht größer als ein Stück Butter oder eine Schachtel Zigaretten. Als Maximum sollten eine Breite von 10 cm, eine Höhe von 6,5 cm und eine Tiefe von 4 cm angesehen werden. Das ist jedoch nur eine Empfehlung, zumal natürlich auch die persönlichen Befindlichkeiten entscheiden. Zu beachten ist: Eine kompakte Bauweise lässt die Kamera nicht nur einfach verstauen, sondern auch das Gewicht profitiert davon. So wiegt eine Kompaktkamera zwischen 100 bis 300 Gramm.

  • Megapixel:
  • Viel hilft nicht immer viel – das gilt zumindest bei den Megapixeln. Zwar hat sich die Bildqualität dank der höheren Auflösung in den letzten Jahren deutlich verbessert, doch es sind technische Grenzen gesetzt, da der Platz auf dem Sensor begrenzt ist. Da sich bei steigender Pixelanzahl mehr Pixel auf einer Fläche drängen, werden diese Bildpunkte immer kleiner und somit auch weniger lichtempfänglich. Damit es nicht zu einer zu kurzen Belichtungszeit kommt, muss die ISO-Empfindlichkeit heraufgesetzt werden, was wiederum zu einem Bildrauschen führt – allen voran bei Nachtaufnahmen. Daher sollten Sie beim Kauf einer Kompaktkamera nicht zu sehr auf die Anzahl der Megapixel achten.

  • Zoom:
  • Hierbei muss zwischen dem digitalen und optischen Zoom. Der digitale Zoom holt das Motiv auf dem LCD-Sucher näher heran, wobei aber nicht die Brennweite erhöht wird. Die Folge ist, dass die Bildschärfe nicht besser wird. Der optische Zoom ist daher für die Bildqualität von größerer Bedeutung, vorausgesetzt Sie wollen Motive aus der Ferne fotografieren. Für ambitionierte Hobbyfotografen ist daher bei einer Kompaktkamera, bei der die Objektive fest integriert sind und sich nicht wechseln lassen, ein besonders hoher Zoomfaktor wichtig. Hier sind die Superzoomkameras, die mit einem 20 fach, 30 fach oder sogar 50 fach Zoom ausgestattet, absolute Profis, da diese Objekte heranholen, die man mit bloßem Auge nicht erkannt hat. Letztendlich sind Ihre fotografischen Vorlieben entscheidend.

  • Bildstabilisator:
  • Es kann zwischen einem optischen, mechanischen und digitalen Bildstabilisator unterschieden werden, wobei optische oder mechanische für die Bildstabilität besser sind. Beim digitalen Bildstabilisator wird bei einer Aufnahme die ISO-Empfindlichkeit automatisch erhöht und die Belichtungszeit reduziert, damit das Verwacklungsrisiko gemindert wird. Somit kommt es zu einem erhöhten Bildrauschen. In diesem Zusammenhang wollen wir Ihnen auch die Verwendung eines (Mini) Stativs empfehlen, was den Komfort beim längeren Fotografieren doch deutlich erhöht.

  • Motivprogramme:
  • Je nach Motiv werden im Sinne einer guten Bildqualität unterschiedliche Kameraeinstellungen (z.B. Belichtungszeit, Weißabgleich, Blende) verlangt. Achten Sie daher bei der Auswahl, welche Motivprogramme die ins Auge gefasste Kompaktkamera an Bord hat, die die entscheidenden Einstellungen der Kamera bezüglich des Motivs optimieren. Der Kompaktkamera Test zeigt, dass nahezu alle Modelle bereits eine gute Vielfalt an Motivprogrammen bieten. Typische sind u.a. Porträt, Kinder, Haustiere, Party, Feuerwerk.

  • WLAN & GPS:
  • Gerade die neuen, modernen Digitalkameras haben Funktionen an Bord, die die Nutzer von ihrem Smartphone gewöhnt sind und am liebsten auch bei ihrer Kompaktkamera genießen wollen. GPS- und WLAN- (WiFi-) Modul sind hierfür gute Beispiele. Wollen Sie Ihre Bilder ohne großes Kabelgefummel auf den Computer übertragen oder aber die Bilder im Internet in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder YouTube hochladen, dann sollten Sie auf eine WLAN-Unterstützung der Kompaktkamera achten. GPS ist hingegen eine sehr praktische Funktion, wenn Sie in der Bilddatei auch noch Informationen wie den Aufnahmeort festhalten wollen.

Nützliches Zubehör für Kompaktkameras

Wenn Sie mit der Anschaffung einer Kompaktkamera liebäugeln, sollten Sie auch in Erwägung ziehen, das ein oder andere nützliche Zubehör gleich mit zu kaufen. Wir geben Ihnen abschließend einen Überblick über die beliebtesten Accessoires, mit dem das Fotografieren noch besser, sicherer, bequemer und flexibler wird.

  • Unterwassergehäuse: Die Lösung, wenn Sie auch im bzw. unter Wasser Bilder knipsen wollen.
  • Taschen: Bieten Schutz vor mechanischen und chemischen Einwirkungen.
  • Mini-Stative: Miniaturisierte Stative (mit einem oder drei Beinen) sorgen dafür, dass die Bilder nicht mehr verwackeln bzw. schärfer werden.
  • Akkus: Die Anschaffung eines Zweitakkus ist ratsam, vor allem wenn längere Fototage anstehen. Verwenden Sie aber ausschließlich Original-Akkus vom jeweiligen Kamerahersteller.
  • Externe Blitzgeräte: Um zusätzlich Lichtpower zu bekommen, sind externe Blitzgeräte zum Aufstecken ideal.
  • Digitaler Bilderrahmen: Genießen Sie die „Diashow“ auf einem digitalen Bilderrahmen, indem einfach die Speicherkarten einschieben.